Bau eines Hochbeetes

Hallo !

Im folgendem Beitrag berichten wir über die Vorteile eines Hochbeetes aus Robinienholz.

Ein Hochbeet aus Robinienholz passt sich durch die geschwungene Form der Robinienbretter harmonisch in das Erscheinungsbild eines naturnahen Gartens ein. Selbst ein so großes ‘Bauwerk’ wie dieses Hochbeet von 3,00m x 1,50m x 1,00m wirkt dann nicht störend, sondern gliedert sich als Teil des Gartens leicht in das Gesamtgefüge ein. Dies kann durch eine Bepflanzung mit diversen (Obst)sträuchern rund um das Hochbeet noch unterstützt werden.

Hochbeet aus Robinienholz
Hochbeet aus Robinienholz

Die ursprünglich nordamerikanische Robinie wurde im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt und gilt eigentlich als invasiver Neophyt – also eine Pflanzenart, welche durch Ihre dominate Verbreitung empfindliche, bestehende Biotoptypen verdrängt und aufgrund Ihres Wachstumsverhaltens die Artenvielfalt innerhalb Ihres Wachstumsbereiches extrem verkleinert.

Aus diesem Grunde wird davon abgeraten, die Robinie in Gärten oder in der freien Landschaft anzusiedlen um einer unkontrollierte Verbreitung entgegenzuwirken!

Andererseits gilt die Beständigkeit des Robinienholzes im Außenbereich als unübertroffen. Sie ist mit bis zu 30 Jahren selbst bei Bodenkontakt noch stärker als die der Eiche. Das ist auch der Grund warum der kontrollierte forstwirtschaftliche Anbau der Robinie immer größere Bedeutung gewinnt und sie als Alternative zum tropischen Hartholz Verwendung findet.

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Aber nun zurück zum Hochbeet: Wie schon erwähnt, wird Ihnen ein Hochbeet aus Robinienholz viele, viele Jahre Freude bereiten. Seine Farbe ist Anfangs Goldgelb und verblasst über die Zeit zu einem schönem Silbergrau. Mann kann das Holz auch noch mit Leinöl behandeln um diesen Verblassungseffekt zu verlangsamen. Allerdings hat das keinen EInfluss auf die Haltbarkeit des Holzes.

Robinienholz

Der Vorteil eines Hochbeets liegt für Sie neben der rückenfreundlichen Anbauhöhe im Folgendem:

  1. Durch das lockere Bodensubstrat eines Hochbeetes haben es die Wurzeln der Gemüsepflanzen viel einfacher sich auszubreiten, an Oberfläche zu gewinnen und somit mehr Nährstoffe aufzunehmen.
  2. Das Mikroklima innerhalb des Hochbeetes ist immer um einige Grad wärmer als im direktem Oberboden der Erdoberfläche. Dies wird durch einen sonnigen Standort noch unterstützt.
  3. Durch ein optionales Anbringen von speziellen Randblechen wird das Eindringen von Nacktschnecken verhindert.

Diese drei Faktoren münden in bessere Wachstumsbedingungen für Ihr Gemüse und sind deshalb maßgeblich daran beteiligt, daß der Ertrag reich und gesund ausfällt und Sie sich schon bald über eigens angebautes Gemüse aus Ihrem Garten freuen können.

Seitenplanken

Die Seitenplanken wurden von der leicht verrottbaren Rinde und dem Kambium befreit und entgratet.

Hochbeet Robinie, noch ungefüllt

Hochbeet im unbefüllten Zustand

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Das Hochbeet ist fast fertig. Die Innenseiten wurden mit einer Folie ausgekleidet und der Boden mit einem Drahtgeflecht wühlmaussicher gemacht.

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Das Hochbeet wurde mit unterschiedlichen Materialien gefüllt – von groben Ästen und Zweigen am Boden bis zu feinem Kompost-Erde Gemisch in den oberen Ebenen.

Jährlich kann man dann gegebenenfalls mit gesiebtem Kompost auffüllen. Komplett ausgeleert werden muss das Hochbeet prinzipiell nicht.

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Haben Sie auch Lust gewonnen ein Hochbeet in Ihrem Garten installiert zu bekommen, dann freuen wir uns über Ihre Anfrage!

7 Gedanken über “Bau eines Hochbeetes

  1. Hallo Herr Franke,

    ich plane eine Hangbefestigung aus Robinienholz für einen etagierten Gemüsegarten.
    Sie haben ein sehr schönes Hochbeet erschaffen.
    Eine Frage, ob Sie mir die beantworten können:
    Wenn sich die Baumkante (Rinde) teils am Holz befindet, ist dies grundsätzlich bedenklich bei Verzehr des Gemüses, d.h. sollte diese abgehobelt werden?

    Danke für Ihre Antwort, wenn möglich!

    Beste Grüße
    M. Rothfuß/ Landschaftsgärtner

    1. Hallo Herr Rothfuß,
      danke für Ihren Kommentar und schön, daß Ihnen das Hochbeet gefällt!
      Zu Ihrer Frage: Die Rinde ist giftig. Ob dieses Gift allerdings in das Gemüse eindringt, bezweifle ich – weiß es aber nicht mit Sicherheit.
      Beim Abbau der Rinde im Pflanzbeet wird angeblich auch das Gift abgebaut, wodurch es seine toxischen Eigenschaften verliert. Deshalb würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen. Allerdings ist zu beachten, das die Rinde relativ schnell vom Holzbrett abfallen wird.
      Viel Erfolg!
      Mit freundlichen Grüßen,
      Oliver Franke.

  2. Hallo Herr Franke,

    ich habe noch einiges Holz vom Bau eines Baumhauses übrig und plane gerade den Bau einiger Hochbeete.

    Nachdem ich miterleben musste, wie vielen Nachbarn nichts anderes übrig blieb, als die Reste ihrer lackierten Holzbauten dem Sondermüll zuzuführen, habe ich mich für den schutzmittelfreien Bau mit Robinienholz entschieden.

    Nun ist es einige Jahre her, dass Sie Ihr Hochbeet angelegt haben, wie sind Ihre Erfahrungen in Bezug auf die Standhaftigkeit, Verottung Ihres Hochbeets? War es eine gute Entscheidung auf die Noppenfolie zu verzichten, auch in Bezug auf die Hydration? Wie schätzen sie die Schutzwirkung von Leinenfirns auf der Innenseite der Hölzer ein?

    Vielen Dank im Voraus,
    Gregor Schuller

  3. Hallo Herr Franke,

    auf der Suche nach einem Hochbeet bin ich auf ihres gestoßen und muss sagen, dass mir dieses ausgesprochen gut gefällt.
    Darf ich fragen, wo Sie die Bohlen bekommen haben?

    Grüße Daniel

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